Wenn ich Ewa beschreiben sollte, fiel mir zuerst immer das Wort herzhaft ein. Herzhaft war ihr Lachen, kräftig und laut, tief und ein wenig heiser, wenn sie ihre Anekdoten zum Besten gab. Herzhaft und entschlossen war ihr Handeln, und stets vom Glauben auf einen guten Ausgang getragen. Herzhafte Speisen, gehaltvoll und würzig, die liebte sie, und wurde nicht müde, mir die Rezepte dafür zu beschreiben, seien es Zurek oder Pierogi, Bigos oder Golabki. Und immer hatte es den Anschein, sie verrate mir ein geheimes altes Familienrezept, denn meist senkte sie die Stimme, wenn sie nach Aufzählung der Zutaten zur Zubereitung der Speise kam, und stets fiel dabei in der ein oder anderen Form der Satz: „Also, ICH mache das so …“

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